Nominee

Communication

 
 

Lichtfries am Neubau des
Kunstmuseums Basel

iart ag, Design und Engineering

Valentin Spiess, Steffen Blunk, Oliver Heyerick, Lucien Iseli, Gordon Jaentsch


Christ & Gantenbein, Design und Architektur

Emanuel Christ, Christoph Gantenbein, Julia Tobler, Michael Bertschmann, Stephanie Hirschvogel


Ludovic Balland, Typografie


Technical partners:

Multivision LED-Systeme GmbH (LED-Hardware),
ZPF Ingenieure AG (Bauingenieur)


Client:

Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt,
Städtebau & Architektur, Hochbauamt

www.iart.ch

Beim Lichtfries am 2016 eingeweihten Neubau des Kunstmuseums Basel handelt es sich um eine LED-basierte Lichtinstallation, die das Gebäude auf einer Höhe von 12 Metern als ein drei Meter hoher und 115 Meter langer Streifen umzieht. Im Gegensatz zu anderen Medienfassaden ist der Fries, der sich als Symbiose von Stein und Licht präsentiert, hier auch im physischen Sinn ein integraler Bestandteil der Architektur. Die vorgegebene horizontale
Fugenstruktur der Backsteinfassade raffiniert nutzend, bespielt er die Gebäudehaut auf subtile Weise mit Text und Formelementen, die als flüchtige Licht und Schattenbilder in Erscheinung treten. Die in die Fugen eingelegten, von der Strasse aus unsichtbaren LEDs reagieren dabei dynamisch auf die im Tagesverlauf wechselnde Lichtsituation. Konzipiert als mediale Membran, überführt der Lichtfries ein seit der Antike bekanntes Architekturelement sowohl technologisch als auch ästhetisch ins digitale Zeitalter.

Kommentar der Nominatoren

Dieses sorgfältig entwickelte und in perfekter Weise umgesetzte Kommunikationsprojekt markiert, obwohl in Grösse und Reichweite limitiert, eine skulpturale und technologische Errungenschaft. Die Fassade des Museums wird durch den Fries zu einem wirkmächtigen Kommunikationsmedium und einem lebendigen Gesicht der Institution.