Nominee

Spatial Design

 
 

Slow Screen

Companies and core team members:


Etter Studio,
Digital Arts Association,
Solution, Greenliff


Christian Etter, Caroline Hirt, Johanna Taubenreuter,
Lucas Uhlmann, Thibault Brevet, Fidel Morf, Quang Thai


www.etterstudio.com
www.muda.co

Das MuDA – Museum of Digital Art in Zürich nutzt Räume, in die durch grossflächige Fenster viel Tageslicht einströmt. Um im Innern adäquate Ausstellungsbedingungen zu schaffen, erwies es sich als notwendig, den Lichteinfall zu kontrollieren. Die Lösung des Problems über Vorhänge schien der thematischen Ausrichtung des Hauses nicht angemessen. Als Alternative wurde Slow Screen entwickelt – eine kinetische Installation, die sich über die gesamte, 100 Quadratmeter umfassende Fensterfassade des Museums erstreckt. Sie besteht aus 805 physischen Pixeln in Form von drehbaren Alupaneelen, die sich individuell ansteuern und, von Motoren angetrieben, in ihrem Neigungswinkel stufenlos verändern lassen. Damit kann nicht allein der Tageslichteinfall in die Museumsräume reguliert werden. Ausserhalb der Öffnungszeiten mutiert der Slow Screen zu einem Display, das mit langsamen Bewegungen Animationen, Muster, Bilder oder Texte hinter die Museumsfassade zaubert.

Kommentar der Nominatoren

Ein innovatives Projekt, das praktischfunktionale, technologische und poetische Qualitäten in sich vereint. Besonders im Kontext des Museum of Digital Art besitzt der Slow Screen einen hohen kommunikativen Wert und kann damit entscheidend zur Identität der noch jungen Non-Profit-Institution beitragen.